Aronia-Beere

Aronia – eine gesunde Frucht

Aronia-Beere
Aronia

In loser Folge veröffentliche ich hier Artikel über Lebensmittel, die einen großen Anteil an der Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen leisten können. Heute widmen wir uns der Aronia-Beere, auch Apfelbeere genannt.

Nun muss man sagen, es gibt zwei Sorten von Menschen:

  1. Die ewig Eiligen. Dieser Typ Mensch ist permanent schwer beschäftigt und die Versorgung mit Nahrung muss ebenso wie die Nahrungsergänzung fix und unkompliziert sein. Diesem Typ Mensch ist es relativ egal, ob er – wenn es ihm notwendig erscheint – 5 oder 20 Kapseln oder Pillen nimmt, Hauptsache er hat alles, was sein Körper braucht.
  2. Die Natürlichen. Dieser Typ Mensch möchte am liebsten alles über die Ernährung zuführen und möchte so wenig wie möglich auf Kapseln und Pillen zurückgreifen.

Immer wieder höre ich von letzteren bei meinen Beratungen den Satz: „Aber ich will doch nicht so viele Kapseln und Pillen am Tag nehmen!! Geht das nicht natürlich?“

Natürlich geht das. Muss man nicht so viele Nahrungsergänzungsmittel nehmen, denn es gibt einige interessante Lebensmittel, die eine große Bandbreite abdecken. Wie das Gerstengras zum Beispiel, welches als Pulver eine wunderbare Grundversorgung darstellt, und dem ich bereits einen Artikel gewidmet habe.

Heute möchte ich nun ein weiteres Lebensmittel vorstellen, das sehr viel zu einer optimalen Versorgung beitragen kann:

Die Apfelbeere – Aronia

Die Herkunft

Die Aronia-Beere stammt eigentlich aus dem östlichen Nordamerika und wurde dort schon Ende des 17. – Anfang des 18. Jahrhunderts kultiviert. Sie stellt wenig Ansprüche an den Boden und gedeiht auch in raueren Gegenden.

Um 1830 wurde die Aronia-Beere auch in Russland angebaut und zu Beginn des 20. Jahrhunderts dort auch obstbaulich genutzt.

In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Apfelbeere in weiten Teilen der ehemaligen Sowjetunion angebaut und als Volksheilmittel weithin bekannt.

Auch in der DDR wurde die Aronia in den 70er Jahren bekannt und angebaut. Heute gibt es in Sachsen größere Anbaugebiete und in Mecklenburg-Vorpommern eine große Bio-Anbaufläche.

Die Aronia ist also inzwischen als einheimisch zu betrachten, was sie natürlich auch aus ökologischen Gründen interessant macht. Man kann die Apfelbeere sehr gut im heimischen Garten anbauen.

Die Aronia – Pflanze wächst zu einem bis 2 m hohen Strauch heran. Im Aussehen ähnelt die Aronia-Frucht der Heidelbeere – allerdings ist sie im Geschmack ziemlich herb und „zusammenziehend“. Wenn man die Früchte einfriert, verliert sich der herbe Geschmack ein wenig. Man kann die Aronia-Früchte sehr vielseitig verwenden: Als Konfitüre, Gelee, für fruchtige Soßen oder Kompott. Die getrockneten Früchte können ein Müsli bereichern oder geschrotet auch als Tee zubereitet werden.

Wir wollen uns aber heute hier nicht den Gaumenfreuden, sondern dem Nutzen für die Gesundheit widmen. Und da wird es gleich richtig interessant.

Die Inhaltsstoffe

Die Aronia-Beeren enthalten große Mengen an Magnesium, Kalzium, Kalium, Zink, Jod und Eisen, ebenso die Vitamine A, C, E und K. Aber ganz besonders ist ihr sehr hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen – den Polyphenolen.

Polyphenole kommen in Pflanzen als bioaktive Substanzen wie Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Tannine vor. Sie haben meist eine antioxidative Wirkung und gelten als sehr gesundheitsfördernd.

Es sind viele Pflanzenstoffe in der Gruppe Polyphenole zusammengefasst, auch die bekannten Flavonoide. Flavonoide sind Farbstoffe, die die Körperzellen vor freien Radikalen schützen und die Zelloxidation verlangsamen. Sie sorgen dafür, dass sich weniger Fett in den Blutgefäßen ablagert und verhindern damit das Entstehen von Arteriosklerose.

Ein Ihnen bestimmt bereits bekannter Teil der Gruppe Flavonoide ist das OPC (Oligomere Proanthocyaidine) – das schon lange wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften sehr geschätzt wird. OPC gelten als wirksamste Antioxidantien, denn sie sind bis zu 10-mal aktiver als andere Polyphenole.

Auch die Tannine gehören zur Gruppe der Polyphenole. Das sind die Stoffe, die das „zusammenziehende“ Mundgefühl verursachen und denen man teilweise auch gesundheitsfördernde Wirkungen wie Blutdrucksenkung, Tumor – und Entzündungshemmende Eigenschaften nachsagt.

Aronia – ein wunderbarer Baustein für eine gesunde Ernährung

Wir sehen, dass die Aronia-Beere wegen ihrer Inhaltsstoffe unsere Ernährung sehr effektiv aufwerten und sehr viel zur Verbesserung des Wohlbefindens beitragen kann. Sie kann regulierend auf den Blutdruck und fördernd auf die Durchblutung einwirken und auch für saubere Blutgefäße sorgen. Auch die Cholesterinwerte können durch die Inhaltsstoffe der Apfelbeere verbessert werden.

Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Flavonoide sorgen für Verbesserungen bei bestehenden Entzündungen im Körper – aber beugen natürlich auch effektiv vor.

Von Allergikern wird die Aronia-Beere, wie die meisten anderen Früchte mit hohem Polyphenolgehalt, meist sehr gut vertragen, da diese eine antiallergische Wirkung haben und Allergien sogar verbessern können.

Und nicht zuletzt steigert die Vitamin- und Mineralstoff- Bombe Aronia-Beere natürlich auch die Abwehrkräfte.

Wie am besten verwenden?

Am einfachsten ist es natürlich, wenn man sich einen guten Bio-Aroniasaft kauft und davon täglich 100 – 150 ml trinkt.

Aber natürlich kann man auch die frischen oder die getrockneten Früchte der Aronia-Beere verwenden – zum Beispiel als Zutat im Müsli. Die getrockneten Beeren gibt es auch als Pulver.

Wer sich selbst mit Aronia versorgen möchte, kann sich einen Strauch in den Garten pflanzen und die Früchte zu allem möglichen verarbeiten: Marmelade, Suppen, Saft, Sirup…..

Wer also Wert auf eine möglichst NATÜRLICHE Art der Versorgung seines Körpers mit wichtigen Vitaminen, Mineralien und Pflanzenstoffen legt, dem sei die Aronia-Beere wärmstens empfohlen.

Sie werden den Unterschied nach kurzer Zeit bemerken!

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