Intermittierendes Fasten

Gesund abnehmen

Intermittierendes Fasten oder Intervallfasten

Wenn ich bei meinen Beratungen den Begriff „intermittierendes Fasten“ oder auch „Intervallfasten“ erwähne, schauen mich viele recht verwundert an. Aber einige nicken auch wissend…

Da ich diesen Ernährungs-Rhythmus nun schon seit einiger Zeit einhalte, möchte ich heute von meinen Erfahrungen damit berichten.

Was ist intermittierendes Fasten bzw. Intervallfasten?

Der Begriff Intervallfasten bzw. Intermittierendes Fasten umschreibt nicht, wie man denken könnte, eine Art des Fastens – jedenfalls nicht direkt. Beim Intervallfasten wechseln sich relativ kurze Zeiträume mit Nahrungsaufnahme mit Zeiträumen komplett ohne Nahrungsaufnahme ab.

Nun könnte jemand sagen: Prima. Mache ich doch schon. Ich esse 4 Mahlzeiten am Tag – die restliche Zeit faste ich!

Aber – wenn man ehrlich ist: Stimmt das? Die meisten essen eben nicht nur 3-4 Mahlzeiten am Tag – es wandert zwischendurch noch das eine oder andere in den Mund. Insbesondere am Abend.
Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede…

Wie sah die Ernährung früher aus?

Aber gehen wir erstmal in der Geschichte zurück. Unsere Vorfahren, die sich ihre Nahrung noch als Jäger und Sammler beschaffen mussten, hatten nicht immer das Glück, täglich Nahrung zu finden oder zu erlegen. Es gab immer Zeiten mit ausreichend Essen – und Zeiten, wo man eben nichts hatte. Offensichtlich sind sie davon aber nicht ausgestorben, denn dann wären wir heute nicht hier. Ihnen und ihrer Gesundheit bekam dieser Wechsel von Essen und Fasten hervorragend. Unsere Ur- Vorfahren haben also unbewußt das intermittierende Fasten angewendet.

Auch in späteren Zeiten haben die ärmeren Menschen nicht in dem Überfluss gelebt, in dem wir heute leben. Fleisch gab es selten – und mehr als drei Mahlzeiten am Tag waren für die meisten nicht drin. Das bedeutet: lange Fastenzeiten zwischen den Mahlzeiten.

Und wie sieht es heute aus mit der Ernährung?

Wenn wir uns die Gegenwart anschauen: Wir leben im Überfluss. Wir können essen, bis wir platzen – und Nachschub ist immer gewährleistet. Wenn einen am Abend der „kleine Hunger“ überfällt, ist garantiert noch irgendein Leckerchen im Kühlschrank, oder eine Tüte Chips im Schrank, oder, oder, oder….. Und notfalls ist die nächste Tankstelle auch nicht weit.

Die Folgen davon sind nicht zu übersehen. Dicke Bäuche, soweit das Auge reicht. Mit den dazugehörigen gesundheitlichen Risiken bzw. meistens auch schon Problemen. Die Fettleber lässt grüßen – und der Diabetes klopft meist auch schon vorsichtig an…

Ich möchte hier niemanden angreifen: Ich rede durchaus auch von mir selbst! Ich brachte vor ein paar Jahren umwerfende 116 Kg auf die Waage! Spätestens als mir das Schuhe zubinden schwer fiel und ich beim Treppe hochgehen fürchterlich schnaufte, wusste ich: Das muss sich ändern. Und da lief mir das intermittierende Fasten über den Weg…

Die verschiedenen Arten des intermittierenden Fastens

Es gibt verschiedene Formen des intermittierenden oder Intervallfastens, und jeder kann natürlich ganz einfach ausprobieren, welche Art ihm am besten gefällt.

Tageweise fasten

Starten ins Intermittierende Fasten könnte man zum Beispiel mit einem Fastentag pro Woche. Der Körper bekommt die Chance, sich von dem gewohnten Überfluss ein wenig zu erholen und auch mal vom „Eingemachten“ zu zehren. Optimalerweise kombiniert man den Fastentag noch mit etwas Sport – und schon spürt man im Körper: Oha – da tut sich was.

Wer das erfolgreich hinbekommen hat, kann ja das Ganze auch mal auf zwei Fastentage in der Woche ausdehnen – mit doppeltem Erfolg.

Die Ursprungs-Variante des Intervallfasten ist wohl diejenige, in der sich Fasten – und Nahrungs-Tage täglich abwechseln. Also einen Tag kann man essen – was und soviel man will – dafür wird am nächsten Tag gefastet.

Mit dieser Variante bin ich vor ca. 5 Jahren gestartet.

Ich muss gestehen, dass ich ein Genuss-Esser bin – und ich esse wirklich gern. Die ersten zwei Fastentage waren für mich die Hölle – am Abend hat sich sogar der Hund vor mir versteckt, weil er Angst hatte, ich beiße ihn an. Ich habe nur mit einem Glas dicken Gemüsesaft am Abend überlebt (Ausnahme!).

Aber ich war eisern. Ich habe das über ca. 6 Monate praktiziert und über 20 Kilo abgenommen – und ich fühlte mich GROSSARTIG!

Dann kam der Urlaub – und da wollte und konnte ich nicht fasten.
Da liegt das Problem: Wenn man einmal raus ist aus dem Rhythmus, fällt es schwer, wieder reinzukommen.

Fastenintervalle innerhalb eines Tages

So fing ich dann halt mit einer weiteren Möglichkeit des Intervallfastens an: Der täglichen Fasten-Intervalle.

Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, es zu gestalten. Man isst beispielsweise innerhalb von 8 Stunden – die restliche Zeit wird gefastet. Beispiel: Man frühstückt um 11 Uhr und nimmt die letzte Mahlzeit um 18:30 Uhr ein. Somit hat man 16 Stunden Fasten zu 8 Stunden Essen.
Diese Variante nennt man auch 16:8.
Natürlich sollte man nicht die ganzen 8 Stunden ununterbrochen futtern – sondern sich auch auf 3 gesunde Mahlzeiten beschränken.

Aber auch das kann man natürlich ausweiten oder auch am Anfang verringern – ganz nach Wunsch. Die ganz Harten praktizieren bis zu 20:4 und nehmen nur zwei bzw. eine Mahlzeit am Tag zu sich.

Wichtig ist jedoch die Grundregel:

Während der Fastenzeit wird NICHTS gegessen (Nein, auch kein kleines Häppchen!) und nur Wasser oder ungesüßter Tee getrunken.

Die Gesundheitlichen Vorteile des Intermittierenden Fastens bzw. Intervallfastens:

Für die meisten steht sicher im Vordergrund die Gewichtsabnahme. Die erfolgt beim intermittierenden Fasten langsam und gesund. Aber es gibt weitere, wesentliche Aspekte:

Wenn man wirkliches „Heilfasten“ betreibt, also 5 Tage oder mehr ohne Nahrung durchlebt, kommt es wegen der starken Entgiftung und Entlastung des Körpers oftmals zu „Fastenkrisen“. Diesen Effekt gibt es beim Intervallfasten nicht.

  • Durch das intermittierende Fasten kann sich er Blutzucker-Spiegel regulieren
  • Bluthochdruck bessert sich in den meisten Fällen
  • der Cholesterinspiegel verbessert sich!

Mein Fazit und meine Empfehlung

Meine Variante Intermittierendes Fasten, die ich seit längerer Zeit praktiziere, ist 16:8. Damit konnte ich mein Gewicht nochmals um 6 Kilogramm reduzieren – und es sinkt ganz langsam und gemächlich weiter.

Ich persönlich kann nur von vielen, positiven Ergebnissen für meine Gesundheit berichten. Ich fühle mich wieder beweglich, fit und leistungsfähig. Gern berate ich auch zu diesem Thema – einfach einen Termin vereinbaren (geht auch telefonisch)!
Einen sehr interessanten (und mehr in die Tiefe gehenden) Artikel zum Thema hat der von mir sehr geschätzte Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge René Gräber geschrieben, den ich Ihnen ans Herz legen möchte. Zum Artikel
Ich kann nur jeden dazu ermuntern, intermittierendes Fasten einfach einmal auszuprobieren. Allerdings sollten sie auch beim Intervallfasten Wert auf gesunde Ernährung legen. Aber diesem Thema widme ich einen neuen Artikel.

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